Unsere Weideprojekte in der Gobelsburger Heide, im Kamptal und in der Wachau.

 

Weideprojekte

 

Unsere ökologisch wertvollen Weideflächen sind einerseits Trockenrasen und andererseits Überschwemmungsflächen. Die Zielsetzung für alle unsere Beweidungsprojekte (Gobelburger Hoad, Wachau und Kamptal) ist die Freihaltung der Flächen von unerwünschtem (z.B. Robinien) und die Förderung von gewünschtem Bewuchs durch die Weidetiere. Durch spezielles Weidemanagement (z.B. Beweidungszeitpunkt) das in Abstimmung mit der NÖ Naturschutzabteilung erfolgt, unterstützen wir aktiv den Naturschutz.


Trockenrasen

Trocken- und Halbtrockenrasen bieten zahlreichen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, zählen aber selbst zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen in Österreich. Daher sind Trocken- und Halbtrockenrasen für den Naturschutz sehr interessant und ihre Erhaltung ist besonders wichtig.
Beweidung oder Mahd, die eine Grundlage für die Erhaltung dieser Lebensräume bilden, spielen in der modernen Landwirtschaft keine wirtschaftliche Rolle mehr. In den typischen Trockenrasen-Regionen Ostösterreichs gibt es kaum mehr Viehwirtschaft und daher werden kaum noch Weideflächen benötigt. Durch die Aufgabe der Mahd oder Beweidung verbuschen die Flächen zusehends, die Trocken- oder Halbtrockenrasen verschwinden und mit ihnen die Lebensgrundlage vieler gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Einer Studie des Umweltbundesamtes (1994) zur Folge sind 60% der noch verbleibenden Trockenrasen durch Verbuschung stark gefährdet. Eine Hilfe zur Erhaltung dieser Trocken- und Halbtrockenrasen kommt von einzelnen Weideprojekten wie z.B. auf der Gobelsburger Heide, am Kuh- und Kellerberg sowie am Höhereck in der Wachau.
Literatur: Umweltbundesamt 1994: Trockenrasen in Österreich; BMFU 1986: Österreichischer Trockenrasenkatalog.

 

Überschwemmungsflächen

Durch das Hochwasser im Jahr 2002 wurden im Kamptal viele Acker- und Wiesenflächen völlig zerstört oder erheblich beeinträchtigt. Eine Wiederherstellung in ihren ursprünglichen Zustand war aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Blieben diese Flächen ungenutzt, entsteht mittelfristig ein Wald und der Kamp verliert im Fall eines erneuten starken Hochwassers Rückhalteflächen für den Hochwasserschutz. Es entstanden durch das Hochwasser auch viele naturnahe Flussabschnitte.
Die Beweidung der Überschwemmungsflächen mit unseren Tieren erfüllt den Zweck die Flächen von unerwünschtem Bewuchs freizuhalten und dadurch gleichzeitig einen Beitrag zum Hochwasserschutz und zum Naturschutz zu leisten.